Society Conference – 3. Oktober 2009 – Karslruhe

In der Society Conference sprechen, streiten, diskutieren, hören unterschiedlichste Gruppen unserer Gesellschaft. Das Gespräch konzentriert sich auf die Position der Unternehmen, auf ihr Partnersein. Es entsteht ein Ort, an dem Unternehmen den Stakeholdern begegnen und sich die Stakeholder gegenüber den Unternehmen positionieren.

[Society Conference 2009 Website]

Es werden dabei auch Bildungsfragen aufgegriffen…

Wenn wir Unternehmen als handelnde Akteure in der Gesellschaft mit Verpflichtungen betrachten, die über die unternehmensspezifischen Interessen und Steuerungsformen hinausgehen –
wie sorgen Unternehmen dafür, über ein dafür relevantes Wissen und eine dafür geeignete Einstellung zu verfügen?

Die klassischen Steuerungsinstrumente in den Unternehmen sind dafür nicht ausgebildet, es sind die Menschen in den Unternehmen,
ihr Verantwortungsgefühl, welches die Unternehmensrealität an die Gesellschaft zurückbindet.
Sind die Menschen dafür vorbereitet, sind sie gebildet?

Bildung ist:

  • „geistige und innere Formung“ (Wahrig Deutsches Wörterbuch)
  • “Bildung ist das, was die meisten empfangen, viele weitergeben und wenige haben.” (Karl Kraus)
  • “Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn man alles vergessen hat, was man gelernt hat.” (Werner Heisenberg)

Bildung ist:

  • mehr als Pädagogik und Lehre
  • Ausbildungssystem, ist erster, zweiter Bildungsweg, ist berufliche und interne Weiterbildung, ist Fachhochschul- und Hochschulbildung,
    ist Berufsausbildung, ist soziale Abgrenzung, ist Herzensbildung
  • ein heterogener Begriff und eine facettenreiche Wirklichkeit

Gibt es eine Grundbildung und wenn ja, wie sieht sie aus bzw. wie kann sie aussehen?

Sind junge Menschen gebildet genug für die Ansprüche der Unternehmen?
Sind verschulte Systeme mit klaren Strukturen, Aufgaben und Zielen die Antwort auf unternehmerische Herausforderungen des 21. Jahrhunderts?
Wenn ja, für wen genau, welchen Werdegang, welches Unternehmen und welche Nation?
Ist es besser, jungen und älteren Menschen das Denken zu lehren, um eigenständiges Denken möglich zu machen?
Oder ist es zeitgemäßer, faktisches Wissen zu lehren, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „fit und passend“ für genau spezifizierte Tätigkeiten zu machen?

Gibt es Bildungswirklichkeiten?
Und wenn ja, wie sehen die aus, mit welchen Konsequenzen für die „Bildungsteilnehmenden“?
Was hat Moral, Haltung und Lebenserfahrung mit Bildung zu tun?
Hat es damit zu tun?
[Society Conference 2009 Website]

Die Teilnahme an der Society Conference ist kostenfrei. Nur anmelden sollte man sich.